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Geheimgesellschaften und -bünde

Geheime Gesellschaften Teil 2

 

Wege des Versteckens: Geheimgesellschaften und ihre Strategien

Insgesamt gesehen scheinen Geheimgesellschaften lediglich das Merkmal der Verschwiegenheit zu teilen und selbst dieses ist nicht einfach festzustellen. Die verschiedenen Vereinigungen verstecken gerne, einzeln oder verknüpft, ihre Ziele, Regeln, Riten und Mitglieder, oder gar ihre Existenz. Dieses kann aufgrund äußeren Drucks oder aber aus freiem Willen geschehen. Und dieses wiederum mag sich mit der Zeit verändert haben, oder aber von verschiedenen Betrachtern unterschiedlich interpretiert worden sein, da sich die Definition der Verschwiegenheit in Europa seit dem Ende des Mittelalters ständig gewandelt hat. Die wachsende Rentabilität kommerzieller Geheimnisse und deren Offenlegung, die Säkularisierung des politischen Denkens, die religiösen Auseinandersetzungen mit ihren vielfältigen Folgen, wie zum Beispiel dem Nikodemismus (d.h. die vorgespielte Zugehörigkeit zu einer Religion, um sich der Strafverfolgung zu entziehen) und dem Barock, der schrittweise Aufstieg der modernen Naturwissenschaften, die Geburt der öffentlichen Meinung all diese Entwicklungen bewegten sich stets an der Grenze zwischen öffentlicher und privater Verschwiegenheit und Offenheit.

In diesem unübersichtlichen Feld hilft es zwischen zwei Formen der Verschwiegenheit in Vereinigungen zu unterscheiden. Die erste, hier als "Klandestinität" bezeichnet, ist ein Verhalten, der im Allgemeinen von mächtigen Außenstehenden durch Verbote oder Anfeindungen ausgelöst wird. Das Opfer kann hierbei durchaus provoziert haben, wie es bei Verbrecherbanden oftmals der Fall ist. Minderheiten waren und sind oft gezwungen zumindest für einige Zeit klandestin zu leben und zu agieren. Im Gegensatz hierzu wird die zweite Form der Verschwiegenheit, die richtige "Geheimhaltung" von innen definiert. Hier geht es beispielsweise darum, dass eine Vereinigung über privilegiertes Wissen verfügt und dieses vor dem Grundsatz "patiuntur … iacturam cum loquacibus et incredulis animis ingeruntur" allen als ungeeignet oder unwürdig erachteten Personen vorenthält.56 In der Tat verstanden sich einige Vereinigungen nicht als die Besitzer eines unbeschreiblichen Geheimnisses, sondern als die Bevollmächtigten, die zu diesem beschränkten Zugang gaben.

Dieser Unterschied lässt sich in ein anderes Gliederungsschema übertragen, wie es zuerst in Bezug auf die Entwicklung von Buonarottis Geheimgesellschaften nahe gelegt wurde. Innerhalb dieses Gliederungsschemas wird zwischen einem "französischen" und einem "deutschen" Typus der Geheimgesellschaft unterschieden. Der erste Typus, benannt nach seiner "tipica confluenza di un elemento giacobino e di un elemento militare" ("typischen Übereinstimmung von jakobinischen und militärischen Elementen"), folgte dem Modell der "vera e propria cospirazione politica" ("wahren und ordnungsgemäßen politischen Verschwörung"). Er fand seinen Ausdruck in der Conjuration des Égaux ("Verschwörung von Gleichen") von 1796, wie sie von François Noël (Gracchus) Babeuf (1760–1797) gegründet wurde. Der zweite und spätere Typus ähnelte einer Vereinigung die "non è più solo meccanismo di urto, ma anche sviluppo e palestra di quella 'filosofia' che deve render possibile la riforma della società" und von ihren Mitgliedern ein quasi-permanentes, semi-professionelles Engagement verlangte, das als " metapolitica per la netta distinzione che vi si introduce fra la società civile sulla quale agire e il gruppo settario liberatosi dalla corruzione e dall'ignoranza" bezeichnet werden kann. Hierbei tendierte der "französische" Typus zu "Klandestinität" und der "deutsche" Typus zu "Geheimhaltung".

Wenngleich bei der Unterscheidung zwischen "klandestin" und "geheim" bzw. dem "französischen" und dem "deutschen" Typus schnell übertrieben wird, lassen sich die beiden Idealtypen bei den politischen Geheimgesellschaften in Europa des 19. Jahrhunderts doch deutlich erkennen. Vereinigungen, die dem "französischen" Typus entsprachen, hatten, gegebenenfalls durch einen pronunciamento (Militäraufstand oder Staatsstreich), die sofortige Machtergreifung zum Ziel. Dementsprechend waren liberale Offiziere in den Geheimgesellschaften Frankreichs, Spaniens und Italiens lange überrepräsentiert und von dem Militär ausgehende Verschwörungen alles andere als selten. Zu unterstreichen sei in diesem Zusammenhang jedoch, dass diese Vereinigungen – von der Charbonnerie zu den Blanquists und von La Giovine Italia ("Junges Italien") zu den Fenians – zwar ausgeprägte politische Ideen hatten, ihre Programme aber eher praktischer Natur als philosophisch waren. Was ihre Mitgliedschaft angeht, war diese immer größer und oft viel größer als die der Vereinigungen, die dem "deutschen" Typus entsprachen. Die Vereinigungen, die dem "französischen" Typus entsprachen, waren so nicht nur die Vorläufer moderner politischer Parteien, sondern auch Symbole nationaler Unabhängigkeit und Einheit in Europas.

Die Vereinigungen hingegen, die dem "deutschen" Typus entsprachen, waren kleiner und seltener. Die von Karl Marx (1818–1883) und Friedrich Engels (1820–1895) im Jahre 1847 gegründete und in London angesiedelte Bund der Kommunisten war eine von ihnen. Das gleiche gilt für die Vereinigungen Bakunins nach 1863, die wie derer Buonarottis zunächst eher dem "französischen" Typus, später eher dem "deutschen Typus" entsprachen. Auch wäre es sicher nicht zu kühn die von Wladimir I. Lenin (1870–1924) im Jahre 1903 gegründete Bolschewistische Partei hier einzureihen. Alle waren nicht so sehr für den sofortigen Aufstand konzipiert worden, sondern vielmehr als strategische Mittel für eine lange andauernde Revolution, von der keiner der Revolutionäre erwartete, dass diese während ihrer Lebensdauer hätte abgeschlossen werden können. Im Gegenteil, sie gingen alle davon aus, dass die Revolution sich noch lange nach dem Moment des ersten Aufstandes fortsetzen würde. Im Kern teilten sie einen internationalen, universalistischen Ansatz, der ihre Behauptung untermauerte, dass sie die Vorreiter eines gewaltigen historischen Wandels seien. Interessanterweise formulierten die Revolutionäre ihre Ziele mehr oder weniger zeitgleich mit denen verschiedener künstlerischer und intellektueller Avantgardebewegungen, die ebenfalls zunächst isoliert und elitär waren und einen ähnlich universalistischen Ansatz vertraten.

Geheimbünde nach 1900

Trotz der kontinuierlichen bitteren Polemik über die Geheimbünde besteht kein Zweifel, dass diese in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts zumindest in Westeuropa an Bedeutung zu verlieren begannen. Mit der Ausdehnung des allgemeinen Wahlrechts, verbesserter Bildung und der Akzeptanz offener Vereinigungen verloren Geheimgesellschaften sowohl bei radikalen Liberalen als auch den Sozialisten, die lange ihre größten Verfechter gewesen waren, ihre Bedeutung. Mit der Geheimhaltung sollte genau das geschehen, was Immanuel Kant (1724–1804) bereits im Jahre 1793 indirekt voraussah, als er schrieb, dass die Existenz von Geheimgesellschaften ein Spiegel fehlender Freiheiten ist. Wo es keine repräsentative Demokratie gab, oder diese sich nur langsam entwickelte, war Geheimhaltung die rationale Antwort auf einen repressiven Staat; in der Tat war allein die Existenz einer Atmosphäre der Geheimhaltung Anklage an den Staat und ein Argument zugunsten der Opposition. Während im späten 19. Jahrhundert am Rande Europas noch immer Geheimgesellschaften gegründet wurden, lehnten diese es von diesem Zeitpunkt an zunehmend ab, als solche bezeichnet zu werden. Paradoxerweise markiert gerade das Jahr 1914 den Untergang der Geheimbünde: Wenngleich das von einem Mitglied der Vereinigung Smrt ili Život ("Tod oder Leben") verübte Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Ungarn (1863-1914), das im Laufe des Ersten Weltkriegs vier Reiche zum Zusammenbruch bringen sollte, in vielerlei Hinsicht den Zenit der Geheimgesellschaften darstellte, war ihre glückliche Zeit dennoch vorbei.

 

 

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