INTERNATIONALER ADELSVERBAND International Association of Nobles Association Internationale de la Noblesse
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Abgrenzung zu Turniergesellschaften, Ritterbünden und Orden

Abgrenzung vom Begriff „Turniergesellschaft“

Der Begriff „Turniergesellschaft“ ist für eine allgemeine Bezeichnung ebenfalls zu eng. Diese Bezeichnung geht zurück auf die Beschäftigung mit Turnier- und Wappenbüchern im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Anhand dort gefundener Eintragungen wurde versucht, Mitgliederverzeichnisse von Turniergesellschaften zu erfassen. Da die Kenntnisse der Herolde, die solche Turnier- und Wappenbücher erstellten, begrenzt und oft von regionalen Vorlieben beeinflusst waren oder, wie im Falle Rüxners deutlich wird, auch nachträgliche Konstruktionen darstellten, sind solche Zusammenstellungen willkürlich. Eine jede „…Liste fügt unter Weglassung alter Namen neue hinzu.“ In dem vom Kruse, Paravicini und Ranft erstellten Repertorium sind nur 24 der 92 aufgezeichneten Gesellschaften, entweder wegen einer Selbstbezeichnung in ihren Statuten oder wegen einer Erwähnung in Turnier- und Wappenbüchern, als Turniergesellschaften bezeichnet. Besonders bei den frühen Gesellschaften des 14. Jahrhunderts fehlt die Zuordnung als Turniergesellschaft ganz. Die „Gesellschaft von 1361“ wird in der Literatur als Turniergesellschaft bezeichnet, war aber eine politische Vereinigung ober- und niederbayerischer Adeliger zur Beeinflussung des labilen Herzogs Meinrad. 1362 entstand ein adeliger Gegenbund, der die Wittelsbacher Ruprecht I. und Ruprecht II., Pfalzgrafen bei Rhein, Stephan II., Herzog von Bayern-Landshut, und Johann II. unterstützte gegen jene, die Meinrad „…seinen landen und läuten, rittern und knechten, steten un märgten, reichen und armen enpfrümpt und enpfürt habent…“. Mit dem Tod Meinrads verschwanden sowohl die Gesellschaft als auch das Gegenbündnis.

Auch andere sogenannte Turniergesellschaften hatten vorwiegend politische Motive. Die „Gesellschaft des Rüdenbandes“ firmierte laut Statut als Turniergesellschaft, wurde aber von Wenzel von Breslau genutzt, um seine Nachfolge durch seinen Neffen Ludwig II. zu sichern.

Die „Gesellschaft mit dem Greifen“ wurde wegen ihrer Aufnahme in spätere Turnier- und Wappenbücher –- bei Rüxner sogar fälschend zurückverlegt bis zu einem sagenhaften Magdeburger Turnier von 938 – als Turniergesellschaft bezeichnet. Es handelte sich aber um ein Bündnis des Grafen Johann von Wertheim, des Grafen Gotfrid von Rieneck und anderer Adeliger, um sich im Angriffsfalle gegenseitig beizustehen. Sie fürchteten, in den Konflikt zwischen dem Erzbischof von Mainz und dem Pfalzgrafen Ruprecht dem Älteren hineingezogen zu werden. Wertheim und Rieneck waren dem Erzbischof in einem Solddienstvertrag verpflichtet.

Eine Verlagerung der Schwerpunkte ist auch bei den beiden Gesellschaften „Falke“ in Oberschwaben und „Fisch“ am Bodensee zu beobachten. Beide Gesellschaften hatten von Anfang an an Turnieren teilgenommen, aber besonders bei den Falken stand das innere und äußere Friedensgebot, mit Schiedsgericht und gegenseitigem Schutz bei äußerem Angriff, klar im Vordergrund. Im Jahr 1479 kam es zu einem Bündnisvertrag zwischen den beiden selbständig bleibenden Gesellschaften, der nur von den beiden Königen gesiegelt wurde. Der Aspekt des gegenseitigen Schutzes spielte bei diesem Bündnis eine herausragende Rolle. 1484 vereinigten sich dann die beiden Gesellschaften zur Gesellschaft vom „Fisch und Falken“. Dies ging einher mit der Zeit der großen Turniere in den 80er-Jahren des 15. Jahrhunderts. Die Aufnahmeregeln für die neue Gesellschaft nahmen ausdrücklich auf die „Vier-Lande-Turniere“ Bezug: Aufgenommen werden sollte nur derjenige, „…so fern derselbe von den Vier Landen deß Turners zugelassen wuerdt“. Interessant ist, dass die Schiedsgerichtsbarkeit der Gesellschaft auf die Kampf- und Schiedsgerichte der Turniere übertragen wurde, das heißt, Auseinandersetzungen konnten auch im Turnierkampf und vor dem dortigen Schiedsgericht ausgetragen werden und das Ergebnis war zu akzeptieren. Ein weiterer Aspekt, der die stärkere Hinwendung dieser neuen fusionierten Gesellschaft zum Turnier erklärt, ist das gleichzeitige Erstarken der „Gesellschaft mit Sankt Jörgenschild“. Fast sämtliche Mitglieder der neuen Gesellschaft waren gleichzeitig auch in der vornehmlich politische Interessen verfolgenden Gesellschaft vom „Fisch und Falken“ vertreten. Auch andere Gesellschaften, welche sich ausschließlich als „Thornergesellschaften“ verstanden, wie der „Leitbracken“, oder die „Gekrönten Steinböcke“, hatten in ihren Statuten Regelungen zur internen Friedenswahrung, also ein genossenschaftliches Regulativ des Fehdewesens.

Abgrenzung vom Begriff „Ritterbund“

Auch der Begriff „Ritter“ in neuzeitlichen Bezeichnungen wie „Ritterbund“ oder der noch weitergehenden Begriffsvermischung „Ritterorden“ muss relativiert werden. Keine Gesellschaft machte die „Ritterwürde“, also die Legitimation durch Ritterschlag, zur Aufnahmevoraussetzung, im Gegensatz zum Beispiel zu den „internationalen“ Orden – Hosenbandorden, Orden vom Goldenen Vlies oder dem französischen Ordre de Saint-Michel. Es gab zwar „Rittergesellschaften“, wie den „Fürspang“, der sich als „societas militium et militarium“ bezeichnete, den „Roßkamm“ „societas equestris“, oder „Ritterbruderschaften“ wie „St. Hubertus zu Sayn“, „St. Maria in Geldern“ und „St. Georg zu Friedberg“. Hierbei wurde aber auf die Standesqualität abgehoben und nicht auf die eigentliche Ritterwürde. Auffallend ist jedoch, dass die Aufnahmekriterien der einzelnen Gesellschaften sich im Laufe der Zeit verschärften. Im Zuge der Territorialisierung und des damit verbundenen Machtverlustes der mindermächtigen Adeligen verstärkten sich deren Abgrenzungstendenzen. So reichte beim „Esel“ 1387 die einfache Majorität der Standesgenossen und Schuldenfreiheit für eine Aufnahme aus. 1430 durfte ein neu aufzunehmendes Mitglied, dessen Eltern noch keine Mitglieder der Gesellschaft waren, nicht mehr als vier Gegenstimmen bei mindestens 15 anwesenden Gesellen erhalten. 1478 wurde dies erneut verschärft. Jetzt durfte nur aufgenommen werden, wer Adel und Wappengenossenschaft von vier Ahnen nachweisen konnte und nicht unebenbürtig geheiratet hatte. Auch bei den „Gekrönten Steinböcken“ und der „Schwanengesellschaft“  sind solche Verschärfungen zu beobachten. Im 15. Jahrhundert wird die vierfache Ahnenprobe häufiger, so bei „St. Hieronymus“, „St. Christoph“, „St. Simplicius“ und „St. Martin“.

Abgrenzung vom Begriff „Orden“

Viele der Bezeichnungen für einzelne Adelsgesellschaften sind nicht zeitgenössisch. Dies gilt auch für die Oberbegriffe. So nannten sich nur
„St. Antonius“, „Pelikan“ und „St. Hubertus“ tatsächlich selbst Orden. „Schwanenorden“ ist hingegen eine Bezeichnung des 19. Jahrhunderts – ursprünglich nannte sich die Vereinigung „Gesellschaft unserer Lieben Frau“. Ebenso verhielt es sich beim „Drachenorden“, der in der Stiftungsurkunde gar nicht benannt wurde und später als „gesellschaft mit dem trakchen“, „societas Draconis“ oder „Gesellschaft des (Lind-)Wurms“ bezeichnet wurde.

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